Der Erreger der Windpocken ist das Varizella-Zoster-Virus. Dieser Virus erzeugt zuerst die Krankheit der Windpocken. Es wird über den Infektionsweg der Tröpfcheninfektion übertragen und ist sehr ansteckend (daher auch der Name - es bedeutet, als könne der Wind die Viren übertragen). Schon ein kurzer Verbleib in einem Raum mit einem bereits Erkrankten reicht aus, damit das Virus übertragen werden kann. Die Inkubationszeit von Windpocken beträgt 14-21 Tage. Ansteckend ist diese Erkrankung zwei Tage vor dem ersten bis fünf Tage nach dem letzten Bläschen.
Symptome von Windpocken sind zuerst Prodromalerscheinungen (= unspezifische Krankheitszeichen wie Fieber und Unwohlsein) und anschließend ein typischer Bläschenausschlag, der vom Kopf- bzw. Halsbereich ausgeht. Dieser Ausschlag entsteht über ungefähr fünf Tage und besteht immer aus Bläschen in unterschiedlichen Stadien: wassergefüllte, frische Bläschen, eingetrocknete Bläschen und Krusten.
Die Komplikationen, die bei Windpocken auftreten können, sind altersabhängig. Denn je älter der erkrankte Mensch ist und je schlechter sein Immunsystem ist, desto schwerer fällt die Erkrankung aus. Das bedeutet, dass bei Kindern die Windpockenerkrankung meist unkompliziert verläuft, während es bei Erwachsenen zu Pneumonie oder Enzephalitis kommen kann, die eventuell sogar tödlich enden kann. Die Therapie besteht in Juckreiz stillenden Medikamenten (äußerlich sowie innerlich). Denn hier gilt vor allem, wenn nicht gekratzt wird, entstehen auch keine Narben.
Zum Schutz vor einer Windpockenerkrankung kann man sein Kind ab dem Alter von 12 Monaten impfen lassen. Da viele Ärzte aber der Meinung sind, dass die Krankheit selbst die beste Immunität ist, sollte man jedoch spätestens sein Kind vor der Pubertät impfen lassen, da die Erkrankung ab der Pubertät risikoreich verlaufen kann. Nach einer Erkrankung an Windpocken ensteht eine Immunität gegen Windpocken, das bedeutet, dass man die Windpocken nur einmal bekommen kann. Aber das Varizella-Zoster-Virus verbleibt trotzdem lebenslang im menschlichen Körper. Später kann das Varizella-Zoster-Virus die Erkrankung Gürtelrose hervorrufen.