Das Influenza-Virus ist Auslöser der Grippe-Erkankung, womit die echte Virusgrippe gemeint ist und nicht der landläufig ebenfalls als Grippe bezeichnete grippale Infekt, bei dem es sich um eine harmlose Erkältung handelt. Die durch den Influenza-Virus ausgelöste Grippe hingegen ist eine ernst zu nehmende Erkrankung, die unbehandelt zu weiteren gesundheitlichen Komplikationen, wie Lungen- oder Hirnhautentzündung führen kann. Ein Arztbesuch ist daher unabdingbar.
Das Influenza-Virus existiert in drei Gattungen, Influenza A, B und C. Die meisten Grippe-Erkrankungen werden jedoch durch das Influenza-Virus A oder B ausgelöst. Laut World Health Organisation befällt das Virus jährlich zwischen 10 und 20 Prozent der Weltbevölkerung.
Übertragen wird das Virus auf vielerlei Art, wovon die sogenannte Tröpfcheninfektion die verbreitetste Variante ist. Hierbei werden beim Einatmen mit der Luft auch winzige, vom Influenza-Virus befallene Tröpfchen eingeatmet. Die Viren setzen sich jedoch auch auf Türklinken, Treppengeländern und dergleichen fest und können durch Berührung infizierter Gegenstände in den Körper gelangen.
Ist das Influenza-Virus erst einmal in den Körper gelangt, befällt es dort die körpereigenen Zellen und sorgt dafür, dass diese weitere Viren produzieren. Etwa vier Tage, nachdem sich ein Mensch angesteckt hat, kann er den Virus auch auf andere übertragen. Daher sollte bei bekannter Infektion mit dem Influenza-Virus auf Körperkontakt weit möglichst verzichtet werden. Dies gilt insbesondere bei Kindern, weil diese nicht nur anfälliger sind, sondern deren Immunsystem auch schwerer gegen die Krankheit ankommt.
Von der Ansteckung bis zum Auftreten der ersten Krankheitszeichen dauert es zwischen wenigen Stunden und einigen Tagen, abhängig von der Art des Influenza-Virus.
Charakteristisch für eine Grippe-Erkrankung ist der plötzliche Krankheitsbeginn ohne schleichendes Auftreten der Symptome.
Das Influenza-Virus kann nur von einem Arzt nachgewiesen werden. Dieser kann bei Bedarf auch ein passendes Medikament verordnen. Frei verkäufliche Grippemittel aus der Apotheke lindern bestenfalls die Symptome, bekämpfen aber das Influenza-Virus nicht.
Das Influenza-Virus sollte in jedem Fall unter ärztlicher Betreuung behandelt werden, um Komplikationen weit möglichst zu vermeiden.