Unter Ebola versteht man eine Infektionskrankheit. Der Name leitet sich von dem Fluss Ebola im ehemaligen Zaire ab, wo die Krankheit im Jahre 1976 zum ersten Mal auftrat. Die Krankheit wird durch den Ebolavirus übertragen und endet in den meisten Fällen tödlich.
Erst in jüngster Zeit gab es Forschungsergebnisse, die den Erreger in drei verschiedenen Flughundearten nachgewiesen haben. Vermutlich wurde der Erreger durch den Genuss des Fleisches der Tiere auf den Menschen übertragen.
Die Übertragung von Ebola geschieht durch Körpersekrete wie Blut, Speichel, Stuhl und Urin. Ebenso ist eine Infektion durch Verletzungen, eine Injektion mit einer nicht sterilen Nadel oder durch Sexualkontakte möglich.
Man geht von einer Inkubationszeit zwischen zwei und zehn Tagen aus. Wenn das Virus sich im Körper befindet, kommt es zu einer raschen Vermehrung. Das Ebolavirus befällt alle wichtigen Organe. Krankheitssymptome wie Fieber, Gelenk- und Kopfschmerzen, Durchfall und Erbrechen treten auf. Dann wird ein Prozess ausgelöst, den man DIC (Disseminierte Intravasale Coagulation) nennt. Dieser führt zu inneren Blutungen der lebenswichtigen Organe. Nach kurzer Zeit sterben die Patienten daran.
Einen Impfstoff gegen Ebola gibt es momentan nicht. Ebenso gibt es kein Medikament, um die Ebolaviren im Körper zu bekämpfen. Momentan ist es nur möglich, das Immunsystem des Patienten zu stärken gegen den Kampf mit den tödlichen Viren. Die Gefahr der Ansteckung bei Ebola ist extrem hoch. In Hamburg im UKE und in Berlin in der Charité gibt es spezielle Sonderisolierstationen. Aufsehen erregte der Fall einer Forscherin am Hamburger Tropeninstitut 2009. Die Frau hatte sich durch einen Nadelstich versehentlich mit Ebola infiziert. An ihr wurde ein Wirkstoff zum ersten Mal am Menschen getestet. Die Krankheit brach nicht aus und die Frau konnte aus dem UKE entlassen werden. Vielleicht bringt dies den Durchbruch im Kampf gegen Ebola.