Die Krankheit Aids wurde in den achtziger Jahren erstmals publik und gilt bis heute als eine der wenigen, nicht heilbaren Erkrankungen. Schuld an der Erkrankung ist ein sogenanntes RNA-Virus, welches das Immunsystem nach und nach schwächst und schließlich vollständig zerstört. Unterschieden wird zwischen dem HI-Virus und der ausgebrochenen Krankheit Aids, zwischen Ansteckung und Ausbruch kann ein Zeitraum von mehreren Jahren liegen.
Hat sich eine Person mit dem HI-Virus infiziert, wird sie als HIV-Positiv bezeichnet und muss nunmehr besondere Vorkehrungen beachten und Medikamente einnehmen. Die Medikamente sollen vorwiegend der Verhinderung des Ausbruchs von Aids dienen, denn wenn die Krankheit bereits ausgebrochen ist, sinkt die Lebenserwartung drastisch. Kurze Zeit nach der Ansteckung mit dem Virus erfolgt die sogenannte HIV-Erkrankung, der Betroffene wird von grippeähnlichen Symptomen heimgesucht, danach erfolgt eine lange, symptomfreie Phase bis zum Ausbruch des Aids. Wie hoch die tatsächliche Latenzzeit ist, liegt an verschiedenen Faktoren, unter anderem spielen die Lebensgewohnheiten und auch die seelische Verfassung der infizierten Person eine große Rolle.
Aids ist eine weltweit verbreitete Erkrankung, aufgrund schlechter Aufklärung und Prävention leben mehr als 95% der weltweit erkrankten Personen in den armen Ländern und insbesondere in Afrika. In diesen Ländern ist der Zeitraum von der Infektion mit dem Hi-Virus bis zum Ausbruch von Aids wesentlich geringer, da keine medikamentöse Therapie zur Verfügung steht. In den modernen, europäischen Ländern kann die Krankheit Aids teilweise mehrere Jahrzehnte herausgezögert werden, so dass ein fast normales Leben möglich ist.
Bei einer bekannten HIV Infektion ist besonders der Schutz anderer Personen wichtig, beispielsweise darf kein Geschlechtsverkehr ohne Kondom praktiziert werden, da das Virus über Sperma und Blut weiter gegeben wird. Überwiegend wird Aids durch Geschlechtsverkehr übertragen, aber auch die Infektion mittels einer verseuchten Blutkonserve ist in seltenen Fällen möglich. Sehr verbreitet ist Aids in der Drogenszene, da viele Heroinabhängige ihr Spritzbesteck an andere Süchtige weitergeben und im Falle einer HIV-Infektion somit eine Ansteckung erfolgt. Durch die relativ guten, medikamentösen Therapien in Europa ist die Bevölkerung zunehmend unvorsichtiger geworden, heute wird ungeschützter Geschlechtsverkehr deutlich häufiger praktiziert als kurz nach Entdeckung von Aids.